Dienstag, 4. Oktober 2016

Au, meine Füße!

Heute halt ich es mal relativ kurz, weil mir einfach alles wehtut. Ok, das ist übertrieben, aber zumindest meine Beine und Füße sind gefühlt grad nicht mehr zu gebrauchen. Über 10.000 Schritte und zwei Blasen an den Füßen sind die Ausbeute des heutigen Tages. Ob ich meinem Schrittzähler trauen kann? Da bin ich mir nicht sicher. Angefühlt hat sich meine Tour heut wie mindestens 20.000 Schritte, ach was sag ich: 30.000, aber ich befürchte das ist nur die subjektive Einschätzung aufgrund der mir sonst fehlenden Bewegung.

View from Asakusa shrineNa gut! Der erste Stopp heut war Asakusa, ein Stadtviertel nördlich von meinem Hotel, in dem es eine alte Tempelanlage und entsprechende Gärten gibt. Zwei Stationen mit der U-Bahn – übrigens wieder eine Premiere für mich in Tokio, aber dank der passenden Vorbereitung kein Problem. Die meisten Geschäfte (da gibt es nur drei Arten: Restaurants, Souvenir Shops und Süßigkeiten Stände) haben gegen acht Uhr noch geschlossen und allzu viele Touristen sind auch noch nicht da, sodass man sogar Fotos machen kann, auf denen keine Menschen zu sehen sind.

Aufgrund des schönen Wetters wollte ich heute unbedingt auf den Tokyo Skytree, Tokios höchsten Turm mit Aussichtsplattform. Da hätte ich vielleicht lieber mit der Bahn hinfahren sollen, anstatt den ganzen Weg zu laufen. Das wäre wahrscheinlich weniger schmerzhaft gewesen. Die Aussicht und auch das Ambiente im Skytree haben sich dafür aber umso mehr gelohnt. Man fährt zunächst auf eine Plattform in 350m Höhe. Jeder der High Speed Fahrstühle hat ein eigenes Motto (z.B. Feuerwerk oder Herbst), welches dann auch während der Fahrt durch Lichteffekte und Musik zur Geltung gebracht wird. Von der ersten Plattform kann man dann – natürlich gegen eine Extra Gebühr – noch weiter bis zur obersten Plattform in 450m Höhe fahren. Die Fahrstühle hier haben eine Glastür und ein Glasdach, sodass man während der Fahrt nach außen schauen kann. Definitiv nur was für schwindelfreie.
Looking down from Tembo Gallery
Als ich später beim „Abstieg“ noch den Glasboden mitnehme, von dem man direkt 340m in die Tiefe schauen kann, höre ich plötzlich neben mir eine Frauenstimme, die sagt: „Oooh, nee! Das geht gar nicht!“. Natürlich! Egal, wo man hinkommt, andere Deutsche sind schon da. Ich sehe zwei Frauen mittleren Alters, die vermutlich zusammen Tokio erkunden.

Halloween JellyfishUm nicht mehr so viel laufen zu müssen, schaue ich mir noch das Sumida Aquarium an, welches zufälligerweise(!) direkt neben dem Skytree gelegen ist. Ein ganz normales Aquarium, lediglich die Halloween Hall am Ende ist etwas seltsam aber auch faszinierend. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Quallen relativ egal ist, vor welchem Hintergrund sie schwimmen und ob sie dabei farblich angestrahlt werden oder nicht.

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